Mitte Januar wird in Deutschland traditionell das Unwort des vergangenen Jahres bekannt gegeben. Dieses Jahr wählte es die Jury unter rund ein Tausend eingesandten Vorschlägen aus.
Abteilungsleiter einer großen Handelskette sprachen im Zusammenhang mit dem Arbeitsortwechsel zwischen einem Geschäft mit Betriebsrat und ohne Betriebsrat intern von betriebsratsverseuchten Filialen. Diese Zusammensetzung wurde später publik und schließlich zum Unwort des Jahres 2009 gekürt.
Während sich die Rechtschreibung in Deutschland seit dem 18. Jahrhunderts größtenteils stabilisierte, sprach jedermann bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, wie ihm der Schnabel gewachsen war. Es fehlte eine einheitliche Aussprachenorm, so dass der Kaiser Berlinisch sprach und der sächsische König mit einem starken regionalen Akzent. Auch Intellektuelle sprachen wenn nicht direkt Dialekt, dann wenigstens mit einer starken Lokalfärbung.
Der Germanist Theodor Siebs (1862–1941) nahm sich der Aufgabe an, eine einheitliche deutsche Aussprache zu schaffen. Sein fachkundiger Wirkungskreis war umfangreich: er war Begründer der Frisistik, unterrichtete deutsche Literatur, beschäftigte sich mit der Kirchenmusik, Folkloristik, Volksliedern, Dialektologie, gab heraus oder beteiligte sich an der Herausgabe von Wörterbüchern, einer Sagensammlung und vielen weiteren Werken. Seine Familie stammte aus Friesland, er selbst kam in Bremen zur Welt. Siebs studierte und verweilte in verschiedenen Teilen Deutschlands: in Tübingen, Leipzig, an der Ostseeküste in Greifswald und im schlesischen Breslau.
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Die Ferien stehen vor der Tür. Wie jedes Jahr: Sommer, Strand und ... Sprachpannen. Langenscheidt knüpft an seinen Bildband "Übelsetzungen" vom letzten Jahr mit ungewollt komischen Übersetzungen ins Deutsche in Ferienländern an.
Die deutsche Rapformation Die Fantastischen Vier, Pioniere des Hip-Hops in deutscher Sprache, feiert im nächsten Jahr ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Ihre wohl bekannteste Single "MFG" aus dem Album "4:99" erblickte das Licht der Welt im Jahr 1999. (mehr …)
Die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie war ein großer Magnet für Arbeitskräfte aus Böhmen und Mähren. Die meisten kamen nach Wien im 19. Jahrhundert. Bei der Volkszählung im Jahr 1900 nannten 103 Tsd. der 1,7 Mio. Einwohner Wiens Tschechisch oder Slowakisch als ihre Umgangssprache, es wird jedoch geschätzt, dass während des 1. Weltkriegs ihre Anzahl dreimal höher war.
Namen tschechischer Herkunft finden Sie in Wien auf Schritt und Tritt(mehr …)