Aus der Welt zwischen zwei Sprachen

  • Der Wutbürger ist das deutsche Wort des Jahres 2010
    Eine Überraschung brachte die diesjährige Wahl des Wortes des Jahres in Deutschland: Im Wettbewerb, der seit dem Jahr 1972 veranstaltet wird, landete auf dem ersten Platz der 'Wutbürger', ein Wort, das von den Protesten in Deutschland geprägt wurde, an denen sich breite Bevölkerungsschichten beteiligten, und deren Gegenstand politische Entscheidungen ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung war. Dazu gehörte ein Massenprotest gegen das Projekt des Generalumbaus des Hauptbahnhofs in der süddeutschen Metropole unter dem Namen 'Stuttgart 21', eigentlich der heißeste Kandidat auf die Erteilung des Titels Wort des Jahres, der schließlich aber auf dem 2. Platz landete.
    Wörter des Jahres 2010 1. WutbürgerProtest gegen Stuttgart 21 2. Stuttgart 21 3. Sarrazin-Gen 4. Cyberkrieg 5. Wikileaks 6. schottern 7. Aschewolke 8. Vuvuzela 9. Femitainment 10. Eurorettungsschirm
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  • Dolmetscher raus!
    Auf der tschechischen Burg Karlstein sind Dolmetscher unerwünscht. Neben den üblichen Verboten von Foto- und Videoaufnahmen wird eine Berufsgruppe direkt und zweisprachig aufgefordert, den Mund zu halten. Das Foto ist echt, wir schreiben das Jahr 2008. Dolmetschen verboten Schild auf Karlstein: Dolmetschen verboten
  • 80 % deutscher Industriebetriebe hat Bedarf an Übersetzungsdienstleistungen
    Nach einer EU-Studie vom Vorjahr wächst der Sektor der Sprachdienstleistungen (Übersetzungen, Dolmetschen, Software- und Websitelokalisierung) jedes Jahr um mindestens 10 %. Wie sich dieses Jahr zeigte, konnte dieses Wachstum auch von der Wirtschaftskrise nicht gebremst werden. (mehr …)
  • Musikfestival Colours of Ostrava 2009: neuer Besucherrekord
    Trotz des etwas unsicheren Wetters erlebte der 8. Jahrgang des Musikfestivals Colours of Ostrava 2009 einen neuen Besucherrekord und einen ausverkauften Abend. Colours of Ostrava 2009 David Byrne auf dem diesjährigen Festival Colours of Ostrava (mehr …)
  • Nürnberger Prozesse – Pionierstunde des Simultandolmetschens
    Mit der Vollstreckung der Todesurteile gingen vor 60 Jahren die Nürnberger Prozesse gegen die Hauptkriegsverbrecher zu Ende. Eine Besonderheit stellte unter anderem der erste Großeinsatz von Simultandolmetschern überhaupt dar. Das damals übliche Konsekutivdolmetschen hätte das Gerichtsverfahren unvorstellbar verzögert, wenn man bedenkt, dass man alles hätte einzeln in die einzelnen Verhandlungssprachen dolmetschen müssen. Konsekutiv wurden also nur die Vorverhandlungen gedolmetscht. Dolmetscher beim Nürnberger Prozess Dolmetscherkabinen beim Prozess – heute unvorstellbar: fehlende Schallisolierung (mehr …)